WUK Infobüro

barrierefreier Umbau des Mittelhauses und Hofgestaltung  |  geladener Wettbewerb, 1.Preis  |  Planung und ÖBA  |  Auftraggeber*in: WUK Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser  |  2011  |  Wien

 

Statik: Alex Litschauer

 

Photos: Bruno Klomfar



Diversität, Kreativität, Urbanität

Das WUK ist inhaltlich und optisch bunt. Es birgt ein großes Potential an Freiraum für individuelle Kreativität und fruchtbare Kommunikation. Der Ort muss daher vielen Anforderungen gerecht werden. Er soll Flexibilität sicherstellen und Struktur ermöglichen. Unser Anspruch war, mit dieser Vielschichtigkeit zu arbeiten und mit unserer Arbeit Klarheit zu schaffen.

 

Das Mittelhaus wurde für interne und externe Bewegungsflüsse optimiert. Hinter der Gebäudefassade haben wir eine zweigeschoßige Passage eingeplant, die vom restlichen Raum durch eine multifunktionale, neue "Fassade" abgeschlossen wird. Über diesen Transferraum mit den beiden flankierenden Wänden läuft der Austausch unterschiedlicher Wechselbeziehungen: Luft, Licht, Information, persönlicher Kontakt, Dienstleistung, etc. Hier versorge ich mich auf dem Weg in mein Atelier mit den neuesten Nachrichten und meiner Post, gebe abends meinen Schlüssel ab und präsentiere das gefertigtePprodukt meiner Arbeit in der Vitrine. Als einmalige Besucherin informiere ich mich, wo sich mein Zielort befindet, versorge mich mit Informationsmaterial und kaufe mir bei dieser Gelegenheit eine Konzertkarte im Vorverkauf. Räumlich organisiert werden diese Funktionen in drei parallel geführten Linien. Die Seite der Präsentation steht allen zur Verfügung. Sie kann frei und eigenständig gestaltet und benutzt werden und ist an keine Öffnungszeiten gebunden. Die Linie der Kommunikation ist der Austausch mit den Leuten vor Ort und mit dem WUK an sich. Sie ist vielfach durchlässig für Menschen, Informationen und Leistungen. Der Raum für Konzentration ist der Ort des Arbeitens, des intensiven Gespräches und der Privatheit.

 

Um die notwendige Raumhöhe zu gewährleisten, wurde das Bodenniveau dieses Gebäudeteils um ca 80cm nach unten gedrückt. Dadurch ist dieser Teil nun eben mit dem umgebenden Hofniveau. Der Hof behielt sein Erscheinungsbild, wurde dort wo es nötig ist saniert und um einen „roten Teppich“ bereichert, sowie an die neuen Niveaus angepasst und entsprechend rollstuhltauglich ausgeführt.